Missouri ist der erste Bundessataat in den USA, der Richtern vor einem (Straf-)Urteil die Möglichkeit eröffnet, zu überprüfen, was der vorgeshene Strafausspruch den Steuerzahler kostet und welche Rückfallwahrscheinlichkeit besteht. Dies berichtet bereits vor fast einem Jahr St Louis today. Sowohl die Kosten eines Gefängnisaufenthalts als auch die durch die Bewährungszeit verursachten Kosten können die am Strafprozess Beteiligten dort abrufen und bei der Urteilsfindung berücksichtigen (sie müssen die Kosten aber nicht berücksichtigen).

Inwieweit das für eine Urteilsfindung hilfreich oder überhaupt von Bedeutung ist, ist unter den Juristen dort durchaus umstritten. Während die einen Kostenüberlegungen schlicht für irrelevant halten, sind andere der Meinung, dass angesichts leerer Staatskassen es durchaus sinnvoll ist, über Kosten und Rückfallhäufigkeit zu diskutieren und sinnvolle und nachhaltige Strafen zu verhängen.

Bei uns sind die Kosten und die Rückfallwahrscheinlichkeit bei einer bestimmten Strafe (zum Glück?) noch kein Thema.

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