[fsn_row style=“user-select: auto;“][fsn_column width=“12″ style=“user-select: auto;“][fsn_text style=“user-select: auto;“]

Mediation, die bessere Alternative

Die bessere Alternative gegenüber wem oder was? Neben eigenen Verhandlungen ist Mediation die einzige Art der Konfliktbeilegung, bei der kein Dritter entscheidet. Die Anwesenheit einer Dritten Person hilft den am Konflikt beteiligten Personen, eine Eskalation zu vermeiden. Welchen Vorteil hat Mediation nun gegenüber den anderen Konfliktbeilegungsverfahren?

Mediation ändert die Kommunikation

Da die Mediatorin bzw. der Mediator keinerlei Entscheidungsbefugnis hat (§ 2 Abs. 2 MediationsG), ist es unsinnig, die Mediatorin auf die eigene Seite ziehen zu wollen oder Sie zu überzeugen versuchen. Ein Mediator wird auch in keiner Weise Zustimmung zu den Ansichten und Wirklichkeiten einer der konfliktbeteiligten Personen äußern. Er wird versuchen, sie zu verstehen und die Gedanken nachzuvollziehen. Das bedeutet aber nicht, dass die Mediatorin dem zustimmt. Wenn die Mediatorin ihre neutrale und allparteiliche Haltung deutlich macht, wird dies automatisch dazu führen, dass nicht mehr versucht wird, den Mediator zu überzeugen. Die Kommunikation verändert sich daher in dem Sinn, dass die Beteiligten versuchen, die andere Seite zu überzeugen (ohne sie zu einer Zustimmung zwingen zu können).

In der Mediation muss ich als Beteiligter nicht rhetorisch geübt sein

Es geht auch nicht darum, die andere Seite bis zur Aufgabe rhetorisch zu bombardieren. Dies wird eine gute Mediatorin nicht zulassen. Auch zwingende (?) logische Argumentationslinien sind nicht gefragt. Es geht darum, die hinter dem Sachkonflikt (Ansprüchen) liegenden Bedürfnisse, Anliegen, Wünsche und Vorstellungen herauszuarbeiten und zur Grundlage einer Lösung zu machen. Ziel ist ein Konsens, das ist eine Konfliktlösung, der beide Beteiligte zustimmen können.

Was ist der Vorteil der Mediation?

Der größte Vorteil der Mediation ist, dass die beteiligten Personen die Konfliktlösung selbst in der Hand behalten. Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand, lautet ein bekannter Spruch. Die Parteien eines Prozesses haben nur wenig Einfluss auf das Urteil, es sei denn, sie schließen einen Kompromiss (Vergleich). Durch die Anwesenheit der neutralen Dritten Person (Mediatorin/Mediator) werden die üblichen Abläufe der meist eingespielten Konfliktkultur der Parteien weitgehend außer Kraft gesetzt, so dass der Konflikt nicht bereits nach wenigen Sätzen wieder eskaliert.

Maßgeschneiderte Lösungen in der Mediation

Gesetzliche Regelungen im Bereich der Vertragsfreiheit sind lediglich Auffangmöglichkeiten, wenn die Beteiligten es nicht schaffen, selbst eine Lösung herbeizuführen. In der Mediation können die am Konflikt beteiligten Personen selbst bestimmen, welche individuelle Lösung für ihr einzigartiges Problem passt. Gesetzliche Regeln sind konfektionierte Massenware. Lösungen in der Mediation sind maßgeschneidert.

 

[/fsn_text][fsn_text style=“user-select: auto;“]

Für uns Mediatorinnen und Mediatoren gilt: Wir sind alle in erster Linie Menschen, unabhängig vom Geschlecht. Deshalb versuchen wir, die Texte Geschlechterneutral zu formulieren. Dort, wo dies stilistisch oder grammatisch nicht möglich ist, wechseln wir den Genus nach Belieben. Es sind aber immer alle Geschlechter gemeint.

[/fsn_text][/fsn_column][/fsn_row]