Offenbar geht es jetzt bereits den niedergelassenen Ärzten so schlecht, dass sie nach einem Nebenverdienst Ausschau halten müssen. Sein Nebenverdienst wurde jetzt in Saarbrücken einem Internisten zum Verhängnis. Am Mittwoch präsentierte ihm in der Praxis die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediaziner vor, seinen Verdienst als Internist durch den Handel mit Drogenersatzstoffen aufgepeppt zu haben. Der Gewinn aus der Nebentätigkeit wird auf ca. 200.000 € geschätzt.

In der Praxis wurde bei der Durchsuchung ein größerer Bargeldbetrag gefunden worden sein. Auch in den Hosentaschen des Arztes fand sich Bargeld und mehrere Packungen der Medikamente. Die Praxis war zuvor observiert worden. Unmittelbar vor dem Zugriff der Polizei war noch ein Geschäft mit den Medikamenten abgewickelt worden. Zwei Zwischenhändler, die gerade bei dem Arzt Medikamente gekauft hatten und weitere Drogenkäufer wurden in unmittelbarer Nähe der Praxis festgenommen und sollen bereits geständig sein.

Gegen den Mediziner wurde bereits seit längerem wegen Rezeptbetrugs ermittelt. Der Arzt hatte auf den Namen von Patienten, die davon nichts wussten, Rezepte über die Drogenersatzmittel ausgestellt und sie bei einem Apotheker, gegen den auch ermittelt wird, eingelöst.

Quelle: Saarbrücker Zeitung

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