Das gibt es wohl nur in den USA. Im Februar schrieb Justin Carter, ein 18-jähriger aus New Braunfels in Texas auf die Facebookseite eines Spiel als Erwiderung auf einen Eintrag, in dem er für verrückt erklärt wurde, dass er in der Tat etwas verwirrt sei und nun in einem Kindergarten Amok laufen würde, das Blut spritzen sehen wolle  und das schlagende Herz eines der Opfer essen werde. Er fügte noch LOL (laughing out loud) und JK (joking) hinzu.

Sicher, geschmackvoll war dieser Kommentar  nicht. Aber der Kommentar wurde von einer Kanadierin gelesen, die die Strafverfolgungsbehörden informierte. Und nun sitzt Justin seit 14. Februar in Haft. Die Kaution von 500.000 $ können die Carters nicht aufbringen. Zeitweise sitzt er sogar in Einzelhaft, weil er depressiv wurde.

Den Straftatbestand der Terrorismusdrohung gibt es in vielen Amerikanischen Bundesstaaten. Man findet ihn für Texas im Texas Penal Code Section 22.07. Die Eltern von Justin haben mittlerweile ein Online-Petition für die Freilassung ihres Sohnes gestartet.

Man wundert sich schon langsam nicht mehr, auf welche Ideen die USA in ihrer Terrorismusphobie und -hysterie kommen. Gerade das Recht der freien Meinungsäußerung wurde in Amerika hoch gehalten. Deshalb sind die entsprechenden Vorschriften auch durchaus umstritten, wenn sie auch obergerichtlich für zulässig erachtet wurden.

Gefunden hierund hier noch ein Artikel des Wall Street Journal

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