Das war möglicherweise doch ein Freudscher Fehler: In der Ausgabe der Saarbrücker Zeitung vom 28.12.2013 prangte über einem Artikel die schöne Überschrift: “MI5-Chefin glaubt an Snowden-Amnesie“. Aus dem Artikel selbst ergibt sich dann, dass es wohl richtigerweise um eine Amnestie geht. Ich fand die Überschrift aber sehr treffend.

Manch einer würde sich wünschen, dass Snowden von einer Amnesie betroffen würde. Man bräuchte nicht immer neue Enthüllungen zu fürchten.

Mancher Politiker leidet allerdings selbst unter der Snowden-Amnesie. Er/Sie kann sich nicht erinnern, jemals von den Aktivitäten der NSA früher erfahren zu haben, geschweige denn, sie aktiv geduldet zu haben.

Und viele Politiker wünschen dem Wahlvolk eine Snowden-Amnesie, damit sie nicht immer so unangenehme Fragen danach stellen, was die Politik eigentlich gegen das Abhören und Ausspähen durch die NSA zu tun gedenkt oder tut, um die Bürger dieses Staates vor den Freunden aus den USA und England zu schützen.

Also, mit einer Snowden-Amnesie wäre allen gedient!