Angelina Jolie und Brad Pitt: Wäre Mediation nicht besser?

Heute bin ich bei einer Suche bei Google News über die Meldung gestolpert, dass ein Gericht eine Zwischenentscheidung in dem seit 2016 tobenden Scheidungskrieg wegen des Umgangsrechts mit den Kindern erlassen habe. Er darf jetzt die Kinder bis zur nächsteen Verhandlung öfter sehen. Vorher hatte Angelina Jolie versucht, jeglichen Umgang der Kinder mit dem Vater zu verhindern.

Das ist wieder einmal so ein Beispiel, dass ein solcher Scheidungskrieg letztlich auf dem Rücken der Kinder stattfindet und keiner der Beiden Rücksicht auf das Wohl der Kinder nimmt. Für die Kinder wäre es sicherlich wesentlich besser, wenn die Streithähne (bzw. Streithühner) ihren Beziehungsstreit soweit zügeln könnten, dass sie die Kinder aus dem Streit und dem Ehekrieg heraushalten könnten.

Und es zeigt sich wieder eins: Die Gerichte (nicht nur in den USA) sind mit Sicherheit das falsche Mittel, die Eskalationsspirale eines Konflikts zu stoppen.  Von Ausnahmen abgesehen, ist auch rechtsanwaltliche Tätigkeit in einem Konflikt eher der Versuch, ein Feuer mit Spiritus zu löschen.

Hier wäre Mediation – auch in einem eskalierten Konflikt – das Mittel der Wahl, diesen Konflikt so zu lösen, dass der geringste Kollateralschaden entsteht, will heißen, dass die betroffenen Kinder am wenigsten Schaden nehmen. Mediation ist auch das einzige der Konfliktlösungsverfahren, das auch Emotionen mit verarbeitet und bearbeitet. Auch die Richter und die beteiligten Anwälte sollten in einem solchen Fall in der Lage sein, den Streitparteien die Vorteile einer Mediation nahezubringen und die Parteien zu bewegen, zumindest einmal ein Erstgespräch beim Mediator wahrzunehmen.

Berechnet man dann noch, was ein bisher zweijähriges Scheidungsverfahren mit allem drum und dran in den USA an Kosten verursacht, kann man nur den Kopf schütteln (wobei bei diesen beiden die Kostenfrage sicherlich nicht erste Priorität haben dürfte).

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde ausschließlich die männliche Form gewählt. Gemeint sind selbstverständlich alle Geschlechter.

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Über Gerfried Braune

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